NIS 2 Pflichten im Überblick: 10 Dinge, die Ihr Unternehmen jetzt haben sollte
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NIS 2 Pflichten im Überblick: So setzen Unternehmen die neuen Sicherheitsmaßnahmen souverän um

Die neuen NIS 2 Pflichten aus der NIS-2-Richtlinie sind kein Selbstzweck und kein reines Bürokratieprojekt. Sie sollen Unternehmen dabei unterstützen, ihre digitale Infrastruktur widerstandsfähiger, sicherer und besser steuerbar zu machen. 

Seit Ende 2025 gelten die verschärften Anforderungen verbindlich für viele Unternehmen aus kritischen und wichtigen Sektoren. Freiwilligkeit gibt es nicht mehr – Cybersicherheit wird zur Pflichtaufgabe auf Managementebene.

Unsere Erfahrung zeigt: Unternehmen, die sich frühzeitig mit den Anforderungen auseinandersetzen, vermeiden operative Risiken, Haftungsthemen und hektische Nachbesserungen kurz vor einer Prüfung.

Doch was bedeutet NIS-2 konkret für Dein Unternehmen – und welche Pflichten solltest Du jetzt strukturiert angehen?

NIS 2 Pflichten im Überblick
NIS 2 Pflichten im Überblick

Die wichtigsten NIS 2 Pflichten im Überblick

1. ISMS einführen

Ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) bildet das Fundament der NIS-2-Umsetzung. Es sorgt dafür, dass Risiken nicht zufällig behandelt werden, sondern systematisch identifiziert, bewertet und gesteuert werden. Die Norm ISO/IEC 27001 bietet hierfür eine bewährte und international anerkannte Struktur, die sich sehr gut mit den Anforderungen der NIS-2-Richtlinie verzahnen lässt. Lade dir hierzu auch gerne unseren kostenfreien Guide herunter

2. Risikoanalyse

Regelmäßige Risikoanalysen sind verpflichtend. Ziel ist es, Schwachstellen, Bedrohungen und Abhängigkeiten frühzeitig zu erkennen und priorisiert zu behandeln.

Nur wer seine Risiken kennt, kann fundierte Entscheidungen treffen und geeignete Maßnahmen umsetzen.

3. Sicherheit in der Lieferkette

NIS 2 nimmt auch Dienstleister und Lieferanten in den Blick. Unternehmen müssen sicherstellen, dass externe Partner angemessene Sicherheitsstandards einhalten.

Dazu gehören:

  • IT-Sicherheitsbewertungen von Dienstleistern
  • klare vertragliche Regelungen
  • definierte Mindeststandards und Kontrollmechanismen

4. Meldepflicht bei Sicherheitsvorfällen

Schwere IT-Sicherheitsvorfälle müssen innerhalb von 24 Stunden gemeldet werden. Dafür sind klar definierte Prozesse, Zuständigkeiten und Eskalationswege erforderlich. Ebenso wichtig: ein vollständiger Überblick über die eigenen IT-Systeme und digitalen Assets, damit im Ernstfall schnell und gezielt reagiert werden kann.

5. Notfall- und Wiederherstellungspläne

Business-Continuity- und Wiederanlaufkonzepte sind ein zentraler Bestandteil der NIS 2 Pflichten. Dazu gehören:

  • Backup-Strategien
  • Notfallkommunikation
  • klare Wiederherstellungsprozesse

 

Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb nach einem Vorfall schnell und kontrolliert wieder aufzunehmen.

6. Schulung und Awareness

Technik allein reicht nicht aus. Mitarbeitende müssen für Themen wie Phishing, Social Engineering sowie sicheren Umgang mit Unternehmensdaten sensibilisiert werden. Regelmäßige Schulungen und Awareness-Maßnahmen sind daher verpflichtend.

7. Systeminventar & Asset-Management

Unternehmen müssen jederzeit wissen:

  • welche IT-Systeme im Einsatz sind
  • wo sich kritische Daten befinden
  • welche Abhängigkeiten bestehen

 

Ein aktuelles und gepflegtes Asset-Verzeichnis ist dafür unerlässlich.

8. Angriffserkennung & Monitoring

NIS-2 fordert geeignete Maßnahmen zur Erkennung von Angriffen. Dazu zählen u. a.:

  • Log-Analysen
  • Intrusion-Detection-Systeme
  • regelmäßige Penetrationstests und Security-Audits

Diese Maßnahmen helfen, Sicherheitsvorfälle frühzeitig zu erkennen und Schäden zu begrenzen.

9. Patch- & Schwachstellenmanagement

Bekannte Schwachstellen dürfen nicht ignoriert werden. Ein geregeltes Patch- und Schwachstellenmanagement stellt sicher, dass Sicherheitsupdates zeitnah umgesetzt werden – möglichst automatisiert und nachvollziehbar dokumentiert.

10. Dokumentation & Nachweisführung

Alle sicherheitsrelevanten Maßnahmen, Entscheidungen, Prozesse und Vorfälle müssen dokumentiert werden. Diese Dokumentation ist die Grundlage für:

  • behördliche Prüfungen
  • interne Kontrollen
  • Management-Entscheidungen

Gut strukturierte Dokumentation sorgt dafür, dass Unternehmen jederzeit auskunftsfähig sind.

Das Wichtigste zusammengefasst.

Die NIS 2 Pflichten auf den Punkt gebracht:

  • ISMS
  • Risikoanalysen (regelmäßig)
  • Vertrauenswürdige Partner, die sich auch an diese Standards halten
  • Meldpflichtsystem innerhalb von 24 Stunden
  • Back-up-System
  • Regelmäßige Schulung für Mitarbeiter inkl. Nachweis
  • Aktuelles & gepflegtes Asset-Verzeichnis
  • Ein System zur Angriffserkennung
  • Dokumentation mit Nachweisen

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Weiterführende Links zum Thema

Ihr Experte:
Michael Thissen

CEO, Mit Herz und Helm befähigt er unser Team, die IT-Straße zu rocken! E-Mail: michael.thissen@greensocks.de
Tel.: +49 2162 3693208

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